Level of the Month – Februar 2008
Yeah – das jahrelange Warten hat ein Ende!
Aufgeregt nahm ich zur Kenntnis, dass die langersehnte Levelserie „Himalayan Mysteries“ von Titak erschienen ist. Die Installation war einfach, also auf ins Abenteuer!

Schon die Eingangsszene lässt auf ein fulminantes Adventure hoffen: Lara stürzt mit dem Flugzeug ab und ein merkwürdiges buntes Medaillon scheint die Ursache dafür zu sein. Zum Glück hat Lara nur ein paar Schrammen abbekommen. Sie ist aber nun in eisiger Kälte auf sich allein gestellt und trägt immer noch ihr sommerliches Freizeitoutfit…
The Crash
Lara wacht im Flugzeug aus einer Ohnmacht auf und muss den Weg nach draussen finden. Es ist bitterkalt hier und Lara hat ihre liebe Not, alle Koffer, Kleidungsstücke und ihren Rucksack zu finden, denn alles liegt weit verstreut zwischen den Teilen des Flugzeugwracks herum. Lara muss eine Gletscherspalte hinab und ihre Kletterkünste unter Beweis stellen. Sie benötigt einen Schlüssel, muss jedoch vorher etwas Brennbares finden, um das Eis am Grund des Gletschers schmelzen zu können. Zu allem Übel muss sie hier auch noch im eiskalten Wasser tauchen – dabei muss sie fix sein, denn die Kälte lähmt ihr sonst schnell die Knochen und es ist aus mit unserer lieben Heldin.
Hat Lara den Schlüssel gefunden, wird es ernst. Sie war wohl doch zu lange im Eiswasser unterwegs und hat nur knapp zwei Minuten Zeit, die rettende warme Kabine des Flugzeugs zu erreichen, sonst droht ihr der Tod durch Erfrieren.

Icy Waters
Lara wärmt sich in der Kabine auf, isst einen Happen Dosenravioli und plündert die Koffer, um sich schneegebirgstauglich kleiden zu können. Weiter geht es in einem atemberaubenden Gletschergebiet, dessen Bauweise einen fast von den Socken haut.

Lara muss eine Explosion auslösen und benötigt dazu den „Detonation Key“. Sie erforscht Eishöhlen, wozu sie hangeln und klettern darf, was das Zeug hält. Das Highlight dieses Levels war für mich das kleine Dorf, dessen Häuser immer weiter aus dem Nebel auftauchen. Fantastisch!

Denboche Monastery
Über ein Wasserloch gelangt Lara zu einem Kloster. Nachdem sie den Eingang gefunden hat, gelangt sie direkt zum Oberhaupt der Mönche, der Lara um Hilfe bittet. Lara soll ein Artefakt finden.

Es warten zahlreiche Aufgaben: Lara muss vier Dinge finden, die sie in Schalen einsetzen muss. Doch vorerst stehen Sprünge über Schrägen an, Glocken müssen angeschossen werden, Lara muss an Feuerpustern vorbei und einiges mehr. Besonders wundervoll fand ich den Weg zum grünen Kraut, bei dem Lara ein Wasserrad in Gang setzen muss. Als dort plötzlich die Musik einsetzte, war ich hin und weg von dieser unglaublichen Atmosphäre. Der gesamte Tempelkomplex ist einfach grandios gebaut, auch wenn er beim Suchen der Gegenstände schon mal Verwirrung stiften kann.

Tannhauser Gate
Nachdem Lara samt Artefakt aus dem Kloster entkommen konnte, verschlägt es sie wieder in eisige Höhlen, wo ihr der Wind nur so um die Ohren pfeift. Zum wiederholten Male erfreute ich mich an Laras Hangelanimation und schickte sie munter weiter. In Gebäuden räumt Lara den Keller auf und kann dann einen ganz neuen Tempel öffnen. Schnell wird klar, dass noch ein zweites Artefakt vonnöten ist. Um es zu bekommen, muss Lara eine Fackel finden, Höhlenlabyrinthe durchforschen und mit etwas Glück findet sie auch die beiden Gebetsfahnen, die ihr zu einem weiteren Secret verhelfen. Lara bemerkt hier auch langsam, was sie eigentlich sucht. Ihr Abenteuer muss etwas mit außerirdischen Mächten zu tun haben.

Frozen in Time – Settlement
Und wieder entfuhr mir ein dickes „Boah!“ als ich dieses Gebiet betrat. Es ist umwerfend und vertrackt zugleich, denn ein riesiges Höhlensystem wartet auf unsere Heldin.

Glücklicherweise muss sie sich hier nicht die Schuhe durchlaufen, denn sie kann ein interessantes Gefährt finden, dessen Batterie allerdings erstmal aufgeladen werden muss. Lara sucht vier „Heat Plasma“, mit denen sie Wärme erzeugen kann, um in den nächsten Level zu gelangen. Vorher stehen jedoch komplizierte Aufgaben an. So muss Lara beispielsweise über Eisschrägen rutschen, einen zugefrorenen See auftauen und heisse Sprünge mit dem Motorrad erledigen. Besonders schön fand ich hier auch den Bereich mit den ungewöhnlichen Schwungstangen.

Frozen in Time – To the Starship
In einer riesigen Höhle, deren Gestaltung jedes TR-Herz höher schlagen lässt, muss Lara Sicherungen finden, die eine Brücke zu einem Turm aktivieren. Tolle Hallen und Rätsel warten hier. Außerdem wird es kniffelig, denn Lara hat hier einen Weg über getimte Glasplatten zu finden. Dafür darf sie aber gleich im Anschluss mit einer genialen Seilbahn fahren.

Endlich steht Lara vor dem Raumschiff und kann das Medaillon finden, das beim Flugzeugabsturz abhanden gekommen war. Natürlich will die mutige Lara nun herausfinden, was es mit diesem bunten Teilchen eigentlich auf sich hat. Die Erklärung bekommt sie prompt, als sie auf das Hologramm eines Aliens trifft. Sie erfährt, dass die Außerirdischen nichts Böses im Schilde führen und eigentlich nur den Weg nach Hause suchen.

Yavi`ny Starship – Beginnings und Engineering
Lara bekommt Zutritt zum Raumschiff, um den Aliens helfen zu können. Hier blieb mir dann nun wirklich der Mund offen stehen und er wollte sich auch bis zum Ende des Abenteuers nicht mehr so recht schließen. Ein Raum ist schöner, futuristischer und pompöser als der nächste. Meine Begeisterung ging so weit, dass ich einen meiner besten Freunde anrief, der sich sonst immer liebevoll über meine Leidenschaft zur „Legografik“ lustig macht. „Schalt sofort den Rechner an… ich muss Dir ein paar Bilder schicken!“ Gesagt, getan und auch er war danach vollends begeistert und staunte Bauklötze.



Hydroponics
Zwei Energiezellen hat Lara bereits im Gepäck, also benötigt sie noch zwei weitere. Um diese zu suchen, betritt sie den Forschungsbereich des Raumschiffes und bestaunt ungewöhnliche Pflanzen- und Tiergattungen.

Lara macht hier auch die Erfahrung, dass Leitern von gestern sind. Heutzutage lässt man sich von Antimateriestrahlen sanft nach oben befördern. Auch wunderbar: Lara muss zwei Wasserblasen finden und sich damit mal eben eine Hangelstrecke wachsen lassen. War Laras Suche erfolgreich, kann sie zurück nach „Engineering“ und sich dort erneut von einem bezaubernden Wesen helfen lassen, bei dessen ersten Erscheinen ich schon fast vom Stuhl gekippt bin.

Mit allen Energiezellen macht Lara sich auf den Weg in die Kommandozentrale der Raumstation. Sie muss noch einen kurzen Ausflug ins All unternehmen, um die korrekten Navigationsdaten einzugeben, dann kann sie das Schiff mit einem Schraubenzieher reparieren. Etwas traurig verabschiedet unsere Abenteurerin sich von den Aliens, die der Ansicht sind, dass besser niemand etwas von deren Aufenthalt auf der Erde erfahren sollte. Aber wo wäre dieses Geheimnis schon sicher, wenn nicht bei unserer Lara?

Ich kann meine Begeisterung zu Titaks Meisterwerk nicht zum Ausdruck bringen! Mir fehlen einfach die richtigen Worte, denn grandios, phänomenal, toll, super, perfekt – nichts davon würde ausreichen! Die Serie ist so was von detailreich und liebevoll gestaltet, man stolpert über so viele kleine Dinge, die positiv zu Buche schlagen, dass es schier unglaublich ist. Die Texturierung ist wunderbar, jedes Objekt ist fantastisch, jede noch so kleine Schraube an Geländern oder Hangelstrecken ist auffallend perfekt, das Gameplay ist grandios und abwechslungsreich. Der Sound ist exzellent und unterstreicht die Atmopshäre auf genialste Art und Weise. Selbst Lara strotzt vor Details: Ihre Outfits sind einfach toll. Egal, ob sie ihr Freizeitoutfit trägt oder später das Winteroutfit, bei dem sie die Sonnenbrille mal auf der Nase und mal lässig über die Mütze geschoben hat. In einem Level muss sie eine Panzerung tragen, um sich vor Strahlen zu schützen, und im Raumschiff sind sogar ihre Wunden am Arm fachmännisch verbunden.
Leute… so einen Level kann man nicht alle Tage finden, also ran an das Abenteuer! Ich bin jetzt noch ganz platt und völlig erschlagen von dieser Kunst. Tausendfachen Dank an Titak für diese Mühe. Dein Werk ist überirdisch!!!
Begeisterte Grüße,
Euer Zickchen







Ein schöner ausführlicher Artikel, danke Zickenalarm! Ich sehe das ganz genau so, Himalayan Mysteries ist ein Meiserwerk der ersten Klasse und hat diesen Titel wirklich verdient! Besonders die ersten 3 Level und Hydroponics haben mir gut gefallen, die waren einfach am schönsten, kniffeligsten, atmosphärischsten, und einzigartigsten! Hätte ich den Level noch nicht gespielt hätte mich dieser Artikel sofort dazu bewegt! =)
EIGENTLICH
habe ich dieses Levelchen schon nach Tannhausers Gate abgehakt. War ziemlich enttäuscht, dass in diese wunderschöne Athmosphäre plötzlich vom Auftreten diverser Marsmenschen zerstört wird. Durch deinen Artikel habe ich mich aber dann doch wieder durchgerungen weiterzuspielen und habe es absolut nciht bereut. Bin jetzt gerade am Weg zum Raumschiff und absolut hin- und weg.
Zwar kann ich mich mit der Story noch immer nicht anfreunden, aber das macht die Gestaltung, von der ich nichts wüsste, hätte ich nicht deinen Artikel durchgelesen, voll und ganz wett.