Nachlese zu Back to Basics 2009: Stillleben mit Zahlen
Die Katze ist aus dem Sack. Man hat zwar auch ganz gut alleine mit dem Sack leben können, ohne zu wissen, wer was gebaut hat, aber nun, da alle Nebel hinweg geflattert sind, lebt sich’s auch nicht schlechter in der Sonne, auch wenn die manchmal noch ein bisschen blendet.

Der diesjährige “Back to Basics”-Wettbewerb stand ja unter dem Thema “Classics”, was insofern lobenswert ist, da damit die ursprüngliche Idee ziemlich wörtlich übernommen wurde. Über die Einzelheiten hat ja bereits Kollegin Doro in BtB 2009 – lose Gedanken einer Spielerin geschrieben, so dass ich hierzu nur noch auf diesen Artikel verweisen möchte. Ergänzt sei bloß noch die Bemerkung, dass der Verzicht auf TREP und Co. natürlich die vom BtB 2008 fast völlig ausgeschlossenen Mac-Spieler ganz besonders freute – doch vermutlich nicht nur sie allein.
Zumindest weisen die Review-Statistiken auf ein ungetrübtes Interesse an diesen im konventionellen, für manche auch konservativen Stil gebauten 12 Level. Bis zum 6.3.2009 wurden 239 Reviews auf trle.net und immerhin 93 auf der Levelbase veröffentlicht, d.h. durchschnittlich 19,92 bzw. 7,75 Reviews pro Level, wobei die realen Zahlen von Level zu Level variieren, bei trle.net allerdings mehr als auf der LB, wo lediglich Just A Bowl Of Cherries deutlich weniger besprochen wurde.
Beim Betrachten der nackten Zahlen fällt freilich auf, dass die Zahl der auf trle.net eingegangenen Reviews, die ja allein für den Wettbewerb relevant sind, zwischen 16 und 24 schwankt. Lediglich 5 Level erhielten je über 20 Reviews – und exakt diese 5 sind mit den 5 am höchsten bewerteten identisch! Wie das? muss man da unweigerlich fragen. Warum sind einzelne Level von über 30% mehr Spielern reviewt worden? Haben Spieler sich etwa bereits von Bewertungen beeinflussen lassen und nur noch ausgewählte Level gespielt? Oder vermochten manche Levelbauer einfach mehr Reviewer zu mobilisieren und wenn ja, wie – bei einem anonymen Wettbewerb? Oder ist das alles doch ganz banaler Zufall? Wie dem auch sei, der Idee des gleichberechtigten Wettbewerbs entspricht dies ganz sicher nicht, was an dieser Stelle zumindest einmal bedauernd erwähnt werden soll.

1. Platz: Sunken von Mr XY
Zu den Ergebnissen selbst sei auf die jeweiligen Seiten im Levelbase Forum (deutsch) und TRLE Forum (englisch) verwiesen. Hervorgehoben sei lediglich, dass die Bewertungsunterschiede zwischen den 12 Leveln recht moderat ausgefallen sind: Zwischen dem am niedrigsten (7,08) und am höchsten (9,21) bewerteten Level liegt also gerade mal eine Differenz von 2,13 Punkten; meine eigene Bewertung liegt mit 1,8 Differenz-Punkten noch ein bisschen niedriger. Weiterhin kann dies auch als Indiz dafür gelten, dass die Qualität der Level insgesamt recht hoch ist und demnach die gesamte Back to Basics 2009-Serie unbedingt eine Empfehlung wert ist.

2. Platz: The Deadly Sands of Bastet von TC 14
Interessant finde ich auch wieder, wie nah beieinander die Reviewer aus beiden Foren doch sind, trotz unterschiedlicher Bewertungssysteme. Zwar hätte nach den Reviews auf der Levelbase Sunken, der Sieger-Level, mit 8,73 Punkten nur den 3. Platz erreicht, knapp hinter The Mystery of Marsa Malruth (8,75) und The Deadly Sands of Bastet (8,87), doch wirklich eklatant sind die Unterschiede nicht. Allein bei den beiden vermutlich schwierigsten Werken Finding Zorba und Sunken sowie bei That One Door sind geringfügige Differenzen (ca. 0,5 Punkte) bei den Bewertungen der trle.net- und LB-Spieler überhaupt auszumachen.

3. Platz: Heirs of the Medjai von Horus
Eigentlich wären zwar noch ein paar Bemerkungen zum ewigen Thema Schwierigkeitsgrad bzw. zum ebenso sonderbaren wie meines Erachtens überflüssigen Begriff “Hardcore-Spieler” angebracht, aber da dies nun doch etwas zu weit führen würde, spare ich mir das lieber für einen späteren Zeitpunkt auf…
Stattdessen nochmals ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Levelbauerinnen und Levelbauer, ein Dank an die Organisatoren sowie Glückwünsche an die Gewinner.







Vielleicht sind die Unterschiede in der Anzahl der Bewertungen auch einfach so zustande gekommen: Man spielt ein Level an und wenn es gefällt spielt man weiter und reviewt, wenn nicht bricht man ab und reviewt eben nicht. Find ich eigentlich ganz plausibel.
An dieser Stelle noch mal Glückwunsch an die Gewinner, besonders an den Blog-Kollegen Mr XY! Respekt!
Viele Grüße,
Buck
Keine Ahnung wie nun meine Reihenfolge ist, aber die drei ersten sind auf alle Fälle sehr schöne Level und haben es verdient. Wobei mir eigentlich alle Spaß gemacht haben in denen ich auch was gesehen habe.
Schöner Artikel, quetzalcoatl,
obwohl Du Dich danach richten musstest, was ich Dir zu schreiben übrig gelassen habe.
Meine Meinung dazu, dass die am höchsten bewerteten Level die meisten Reviews bekamen: Ich glaube, dass die Spieler, die nicht alle Level des Contest spielen und reviewen, sich die auswählen, die in den vorherigen Reviews am meisten gelobt und empfohlen wurden.
Und dass diese oft die Schwierigsten sind… ich habe mich selbst schon dabei ertappt, dass, wenn über harte Stellen gestöhnt wurde, ich dachte: Das möchte ich doch selbst mal ausprobieren, wie ich damit klar komme.
Anders als Buck glaube ich nicht, dass jemand 12 Level anspielt und dann nur bei denen weiter macht, deren Anfang ihm gefällt. Dann bekämen nur die Level eine gute Würdigung, die mit einer ausgiebigen fantastischen Intro-Kamerafahrt glänzen.
Wegen eines gefälligen Anfangs hätte der Siegerlevel wenig Chancen gehabt. Da geht es sehr lange hin und her durch ein Labyrinth gleich aussehender Wasserhöhlen. Das ist eher langweilig, wenn man dabei keine Lust hat, sich nur wegen einer Uzi und etwas Munition fast umzubringen.
Um zu vermeiden, dass der Zuspruch zu Leveln durch die schon veröffentlichten Reviews beeinflusst wird, könnten wir ja vor dem nächsten Contest beantragen, dass auch die Reviews mit ihren Bewertungen erst am Contest-Ende gezeigt werden.
Quetzalcoatl, was Dir so zu Hardcore-Spielern, oder wie immer Du sie nennen magst, einfällt – darüber würde ich gern möglichst bald hier etwas von Dir lesen!
[...] Dass zudem die unterschiedliche Anzahl der reviewten Level (siehe dazu den New Tribune Artikel Nachlese zu BtB 2009: Stillleben mit Zahlen) einen fairen Wettbewerb erschweren kann, ist eine weitere [...]