Revisited: Evil knows no Boundaries


Das Böse kennt keine Grenzen… “In einer düsteren Kathedrale sind die Dinge nicht so, wie sie sein sollten. Das Böse durchweht sogar diesen heiligen Ort. Lara muss dieses Böse bekämpfen und seine Macht, ein alles überblickendes Auge, zerstören, indem sie die Harmonie an diesem ansonsten friedvollen Ort wiederherstellt.”

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Soweit zum “Inhalt” der Autor selbst, offenbar kein Mann der vielen Worte – doch um so mehr der eine deutlichere Sprache sprechenden Bilder. Denn von Anfang an gelingt es EssGee, eine immer wieder für Gänsehaut sorgende Atmosphäre aufzubauen, der, sollte sie einmal an Intensität verlieren, mit einigen netten Adrenalin-Schüben gleich wieder auf die Sprünge geholfen wird.

Doch weder der schaurig-grüne Himmel noch die versteinerten Vogelwesen, die argwöhnisch jeden Schritt zu überwachen scheinen, ließen mich bei der Frage, was denn nun einer meiner ersten gespielten Custom Level war, gleich an Evil knows no boundaries denken. Warum? Ganz einfach: Weil ich bereits am Anfang, konkret nach ungefähr 1324 vergeblichen Versuchen (na, können auch 1323 gewesen sein…) am ersten Bananensprung die Segel strich.

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Da der Level Manager aber geduldig ist und ich den Level noch nicht zu den Hasen geschickt hatte, wagte ich etwa 6 Monate später einen zweiten Versuch, nachdem ich inzwischen in Werken wie Neon God, Reign of Chaos und The Thing In The Cellar fleißig geübt und wohl offenbar auch schon am spielerischen Größenwahn genippt hatte. Und hoppla, nach dem vierten oder fünften Versuch stand meine Lara plötzlich dort, wo sie hin wollte, kratzte sich vor lauter Verwunderung eine Weile am Kopf und bekam, hoppla-hoppla, auf Anhieb den zweiten Bananensprung hin! Anschließend sicherte ich erst mal, ließ meinen Mac im Ruhezustand versinken und ging ein Kännchen Tee kochen… Seitdem konnte mich in diesem Level nichts mehr erschüttern…

Um was es geht, sagte ja der Autor selbst. Wie es geht, sei im Folgenden kurz zusammengefasst: Lara, offenbar nichts ahnend in violetter Abendgarderobe, betritt die Kathedrale und wird sofort von zwei Ratten attackiert. Zuerst muss sie einen Kriechgang finden und gelangt in einen Raum, wo ein Anzug tragender Untoter offenbar Gefallen an der Besucherin findet. Es folgen die Bananensprünge (beim Wiederspielen gelang mir der erste auf Anhieb, dafür verdrehte ich mir die Finger noch einige Male beim zweiten), und mittels eines Wandhebels wird dann das große Tor in der Eingangshalle geöffnet, die ins Innere der Kathedrale führt.

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Zu erzählen, was es hier nun im Einzelnen zu tun gibt, würde entschieden zu weit führen, denn in dem Labyrinth aus Gängen und Räumen den Weg zu finden, stellt schon eine Herausforderung dar, zumal Fallen und Zeitaufgaben (z.B. 5 hintereinander bis zum Erreichen der Kapelle!) keine Schonkost bieten. Zumindest von Gegnern bleibt Lara bis zur Kapelle verschont, denn die Untoten kann sie getrost untot bleiben lassen, ihnen einfach aus dem Weg gehen und sie ansonsten zur grunzend-gruseligen Dekoration zählen. Kaum aber meint man sich an den Schwierigkeitsgrad gewöhnt zu haben, wird die Daumenschraube vorm Schluss nochmals richtig feste angezogen. Es hatte ja beim ersten Spielen schon eine Weile gedauert (anders formuliert: ich stand kurz vorm Platzen!), bis ich zufällig merkte, dass Engel brennen und explodieren können (nein, es sind keine Sternschnuppen!) … doch was bisher an Fallen und Dämonen und Geistern noch nicht zum Einsatz gekommen war, das kam nun auf einen Schlag fast alles zusammen. So etwas bewältigt man nur auf eine Weise: Augen zu und durch und dazwischen mal ein bisschen Medizin eingepfiffen! Zum krönenden Abschluss dann noch eine Zeitaufgabe und zur Belohnung Hangeln über Flammenwerfer und danach zwei stinksaure Geister… um, man glaubt es nicht, in aller Ruhe das Finale anzuschauen.

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Brauchte ich beim ersten Mal noch gute zweieinhalb Stunden Nettospielzeit (über die Frage nach der tatsächlichen Zeit breiten wir huldvoll den Mantel des Schweigens aus), war es beim Wiederspielen etwa eine Stunde weniger. Dagegen habe ich die verdichtete Atmosphäre dieses Levels noch intensiver genossen als beim ersten Mal… vielleicht auch deshalb, weil ich trotz aller gruseligen Stimmung immer wieder dahinter den subtilen Humor des Autors von bERTs World und TR Rude and Crude aufblitzen sah, was dann die entscheidende Würze für dieses ohnehin exquisite Level-Süppchen darstellt.

Für mich war also das Wiederspielen eines meiner Ersten ausnahmsweise kein Ausflug ins nostalgische Nest, sondern eher das Wiedererleben einer harten Nuss von “damals”, die mir heute sogar noch ein wenig besser mundet. Denn – und EssGee möge mir verzeihen, wenn ich seinen Titel frech korrigiere: Das Amüsement kennt keine Grenzen…

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Bei der Mission: Revisited Aktion kann jeder mitmachen. Einfach Deinen ersten Customlevel erneut spielen und ein Review über Deine Revisited-Erfahrung bei uns einreichen. Mit etwas Glück springt dabei eine original Lara at the Movies CD für Dich raus! Nähere Infos hier

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2 Antworten zu “Revisited: Evil knows no Boundaries”

23 06 2009
Tom (13:52:53) :

Ein allsehendes Auge? Illuminati oder Sauron? :wink: Werd ich mir mal genauer ansehen. Hast dein Ziel erreicht quetzalcoatl, falls es das war. :mrgreen:

24 09 2009
Laras Levelbase New Tribune » Mission Revisited: Erfüllt (09:31:03) :

[...] sondern auch meine Tomb Raider-Leidenschaft. Quetzalcoatl scheute es nicht, sich erneut mit Evil Knows No Boundries dem grenzenlosen Bösen zu stellen, mit grenzenlosem Amüsement. Mugs machte sich an einen [...]

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