Revisited: The Sanctuary of Water, Ice and Fire
Rene Broymans, auch bekannt als Piega, veröffentliche The Sanctuary of Water, Ice and Fire nach 10 Monaten Bauzeit im Oktober 2002. Ich entdeckte und es wurde damit mein erstes Custom Level. Es war die Zeit als ich mit dem LE spielte (wirklich nicht mehr), mich fragte, was andere damit wohl machen und dabei die Levelbase entdeckte. Dass ich gleich so einen tollen Mehrteiler erwischte, war natürlich Glückssache.
Vorgeschichte
Vor langer Zeit bauten Mönche in einem weit entfernten Land verschiedene Heiligtümer um das Böse aus der Welt zu verbannen und das Gute zu stärken. Leider sind auch Mönche nur Menschen und bald reichte ihre Stärke nicht mehr aus um all das Böse im Zaum zu halten. Der letzte Mönch schrieb mit der Goldenen Feder einen Hilferuf, den er mit einer weißen Taube entsandte. Jahrhunderte später gab es mehrere Versuche, die Heiligtümer zu finden, doch niemand kehrte zurück.
Gerade aus Ägypten heimgekehrt, wollte Lara mal etwas anderes sehen als Sand und Pyramiden. Winston erinnerte sie an die verlorenen Heiligtümer. Im Londoner Museum untersuchte Lara das Schreiben des Mönchs. Die goldene Tinte deutete auf eine goldene Feder hin. Laras Ziel stand fest. Nach einigen Recherchen in der Bibliothek ihres Vaters wurde der Hubschrauber startklar gemacht.
Snowy Mountain
Lara befindet sich in schneebedeckten Bergen. Neben ihr ein Schneemobil, ein Eisbär und zwei Kisten mit nützlichen Sachen. Dummerweise keine Brechstange um sie zu öffnen. Damit ist das erste Ziel eigentlich klar.

Ihre Suche führt Lara auf einen Friedhof. Der wird von Skeletten bewacht, gibt aber auch den Zugang zum nächsten Level frei. Damit verlassen wir fürs erste die Berge und landen bei der
Holy Fontain
Umgeben von sakral wirkenden Sandsteinbauten steht in der Mitte ein großer Brunnen.

Hier gilt es, die Schlüssel für die Heiligtümer des Feuers und des Eises zu finden, in denen die Kristalle für die Fontäne verwahrt werden. Lara bekommt oft nasse Füße, was aber nicht schlimm ist, da sie im nächsten Moment tauchen muss.
Auch muss sie schon erste Tricks anwenden um z.B. eine im Wasser stehende Truhe zu zerschießen. Ohne Laser. Für Hinweise, dass man hochspringen muss, weil Lara dann beim Landen noch weiterschießt, habe ich damals noch das Forum gebraucht. Ich war halt jung und unerfahren.
Neben Skeletten und Geistern stellen sich Lara auch Harpyen in den Weg.
Tipp: Nachdem sie eine Fackel gefunden hat, sollte Lara…
Sanctuary of Fire
Lara taucht in eine Höhle und öffnet mit dem Feuerstein ein großes goldenes Tor. Gleich in der Eingangshalle wird Lara von zwei Rittern empfangen. Es werden nicht die einzigen bleiben.
Auf dem Weg zur Haupthalle findet Lara einen Secretraum. Der Boden ist mit Lava bedeckt. In der Mitte ist eine kleine dreieckige Plattform natürlich der einzige Weg. Oh, was habe ich geflucht!
Heute ist es kein Problem mehr. Ist es nicht ein gutes Gefühl zu sehen, dass man sich weiterentwickelt?

Natürlich finden sich auch in der Haupthalle nur wenige Flecken, wo Lara stehen kann. Sie muss mehr springen und klettern als laufen. Die aufgescheuchten Riesenkäfer machen es nicht leichter. Ziel ist es, den Sarg in der Mitte zu öffnen. Dazu müssen in den oberen Etagen drei “Laser” aktiviert werden. Ist der Eingang frei, gilt es nur noch heil durch einen mit Ketten verhangenen Spiegelraum zu kommen. Dabei hat Rene die Kamera “im Spiegel” positioniert, wodurch links und rechts bei Laras Bewegungen vertauscht sind. Das sind Momente, die vergisst man nie.
Auf dem Rückweg kann Lara noch ihre erste silberne Rose einstecken. Hier hilft es, wenn einem Indiana Jones nicht fremd ist.
Wieder eine unvergessliche Stelle!
Sanctuary of Ice
Vom Feuer geht es ins Eis. Aus heiß und rot wird kalt und blau. Irgendwie auch erfrischend. Gleich am Anfang wird Lara von einem Stier begrüßt. Den kann sie aber nicht lange schlafen lassen, denn es gibt einige Schalter, die für sie zu groß sind.

Rund um eine große Kathedrale sucht Lara den zweiten Kristall für die Fontäne. Finden tut sich dabei auch die Brechstange. Lara muss strömungsreiche Tauchgänge absolvieren, dem Stier ausweichen, eine Fackel suchen und damit natürlich wieder zuerst ein Secret freilegen, bevor sie sie zum Eisschmelzen benutzt. Am Ende findet sie sich in einem Spiegelraum wieder. Diesmal muss ein Ritter den Kristall vom Eis befreien. Und wer genau hinsieht, ist bald im Besitz der zweiten silbernen Rose.
Wenn Lara die beiden Kristalle in der Fontäne einsetzt, gefriert das Wasser und sie erreicht das Zentrum. Von hier aus kann der Weg zum Ausgang geöffnet werden. Bevor Lara ihn benutzt, sollte sie noch mal dahin tauchen, wo sie beim Laufen über das Eis hinschaut. Die dritte silberne Rose.
Der Weg führt Lara zu einem hohen mit Wasserfällen überzogenen Felsen. Auf dessen Gipfel findet sie den “Sanctuary Key”. Wird er benutzt, läuft die Zeit rückwärts und das Wasser bergauf. In diesem Fall ist es sehr hilfreich und führt Lara zurück an den Anfang des Spiels in die Berge. Dank der Brechstange kann sie nun auch die Kiste und Tore öffnen, die zu Beginn noch versperrt waren.

Der Weg ist frei zum…
Sanctuary of Water
Eine riesige Kathedrale, über dessen Stufen heiliges Wasser fließt, um das Böse wegzuspülen.

Davon lassen sich allerdings Ahmets und Hammermänner aber so gar nicht beeindrucken.
Von der Kathedrale führt eine große Brücke zur ersehnten Feder. Um das Tor zu öffnen, muss Lara zuerst mal die Wassersäcke finden um damit mehrmals Wasser richtig abzumessen. Um das richtige Maß zu sehen, muss der Ahmet jeweils erst einmal befreit werden. Eine willkommende Abwechlsung zum Treppensteigen. Davon gibt es hier ja reichlich.

“Durch” die Brücke gelangt Lara letztlich zum Schalter für das obere Tor und somit zur goldenen Feder des Mönchs.
Bonus
Hat Lara alle 3 silbernen Rosen gefunden und deren Einsetztstelle, kann sie das Bonuslevel betreten. Sie muss sich in drei Bereichen gegen Ritter, Geister und Hammermänner behaupten. Am Ende, sozusagen als Belohnung, betritt sie das Grab des letzten Mönchs.

Fazit
“The Sanctuary of Water, Ice and Fire” ist eines der besten Level, die ich je gespielt habe. Die einzelnen Level sind sehr abwechslungsreich gestaltet, aber doch sehr gut miteinander verbunden. Jedes für sich baut eine ganz eigene Stimmung auf. Die Gegner sind gut plaziert. Wenn man im Eislevel einen Eisgeist aus einer Kiste befreit, sollte man nur vorher daran denken, die Tür zum Feuergeist zu öffnen.
Auch dass Lara mit einer Fackel in der Hand schwimmen kann, war mir neu. Diese kleinen Aha-Effekte haben mich damals beeindruckt und gefallen mir noch heute. Mir hat auch das erneute Spielen sehr viel Spaß gemacht. Entweder bin ich total sentimental oder es ist einfach ein Super-Level.
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Schöner Artikel, Tom….
…und du wirst es nicht glauben, ich habe diesen Level bis heute nicht gespielt…
Da ich kaum dazu komme, die neuen Level zu spielen, werden die älteren Klassiker wohl warten müssen, bis ich endlich mal meinen Job an den Nagel hänge *gg..
dann steht dieses Level aber mit an erster Stelle meiner To-Play-List
[...] erstes Mal hatte ich mit The Sanctuary of Water, Ice and Fire. Tags: Lara, levelbase, tomb [...]
Danke, Tom… Du hast mich neugierig gemacht.
Als Mac-Spieler hat man ja nicht so irre viel Gelegenheiten, die neuen Level zu spielen… also bleibt mehr Zeit für die “alten”.
Welch wunderschöne Reise durch diese Must Play Levelserie!
Oops, falscher Smiley – ich wollte den
haben.
Voller prächtiger Bilder und eloquenter Sprachgewalt. Am besten hat mir die Stelle mit den “strömungsreichen Tauchgängen” gefallen
Ich habe diese beeindruckende Levelfolge erst ziemlich spät gespielt, und war froh, dass ich dafür vorher in vielen einfacheren Leveln geübt hatte.