Der persische Prinz erobert den Thron


Nach beinahe 10 Jahren unangefochter Herrschaft von Lara Croft: Tomb Raider erobert nun Jerry Bruckheimers Prince of Persia: The Sands of Time den Thron der erfolgreichsten Game-Verfilmungen. Der Streifen mit Jake Gyllenhaal und Gemma Arterton in den Hauptrollen spielte weltweit mehr als 295 Millionen US-Dollar ein (Lara Croft schaffte “nur” 275 Millionen US-Dollar). Vor allem international konnte der Film großen finanziellen Erfolg verbuchen und landete in vielen Ländern auf Platz 1 der Kino-Charts.

Thematisch befassen sich beide Filme mit dem nahezu unerschöpflichen Subjekt der Zeit. Ich habe beide gesehen und eins muss man den Helden lassen: In puncto Coolness, Schlagfertigkeit und akrobatischem Geschick stehen sie einander in nichts nach! Natürlich merkt man dem Prinzen die vorangeschrittene Tricktechnik einer Dekade an und das Doppelpack Dastan und die schöne Prinzessin Tamina sorgen für die obligatorische Portion Schlagabtausch und sexueller Spannung. Ich muss allerdings sagen, dass mir das Element der (Bruder-/Familien-)Ehre ein wenig ZU pathetisch dargestellt war – auch wenn es im Filmkontext zur Zeitepoche und Kultur passt.

Für mich ist und bleibt Lara jedoch DIE Heldin der Spiele-Verfilmungen. Denn sein wir ehrlich: männliche Helden gibt es wie Sand am Meer. Doch eine Archäologin mit zwei durchschlagenden Argumenten (ich meine ihre Pistolen!) – das hat Stil. ;)

Mit dem Erfolg der beiden Filme sollte insgesamt jedoch auch die gängige Meinung, dass auf Videospielen basierende Filme am box office per se zum Scheitern verurteilt sind, widerlegt sein. Auf diesen Zug aufspringen wollen im September auch die Macher von Resident Evil, die im Sequel Afterlife erneut Milla Jovovich in den Kampf gegen Untote schicken.

Eine neue Verfilmung von Mortal Combat startet dann im Jahr 2013 den Versuch, den Prinzen vom Thron zu stoßen. Dass dieser sich allerdings gegen Angriffe zu wehren weiß, kann man seit dem 20. Mai 2010 in vielen deutschen Kinos mit eigenen Augen sehen.

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4 Antworten zu “Der persische Prinz erobert den Thron”

26 07 2010
Tom (09:07:35) :

Lara ist eben was besonderes, weil sie ne Frau ist. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Bleibt trotzdem meine Nummer 1, obwohl ich PoP nicht kenne.
Ich hab auch mal gelesen, dass die Hauptfigur total falsch besetzt war. Zu groß und zu weiß für einen Perser. Aber das sind ja nur Kleinigkeiten. :whistling:

26 07 2010
mercy (16:51:20) :

Hehe, das kann gut sein. :) So genau habe ich mich jetzt für diesen Artikel nicht mit dem alten Perserreich befasst. :mrgreen:

27 07 2010
Tom (08:46:59) :

Nicht? Was ist das hier? BILD? :hehe:

27 07 2010
Buck (20:33:20) :

Ich fand den Film gut, aber leider ist Jake Gyllenhaal ständig an der Grenze der Peinlichkeit in Bezug seiner schauspielerischen Leistung vorbei geschrammt und hat damit dem Film nicht gut getan. Ich konnte mir ihn ja aus optischen Gründen schon nicht als Prinz vorstellen. Das haben sie schließlich mit Maske und Bodybuilding einigermaßen hingekriegt, aber der Kerl hat einfach schlecht gespielt (ich mache das daran fest, was ein Schauspieler tut, wenn er nichts zu sagen hat, also in den Hintergrund tritt – man hat förmlich gesehen, wie er dann den Text der anderen mitdenkt und damit er seinen Einsatz nicht verpasst… :hehe: ).

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