Assassin’s Creed Review
Assassin’s Creed, entwickelt von Ubisoft Montreal, ist das Next-Gen-Spiel in diesem Jahr.
Der dritte Kreuzzug verwüstet das heilige Land und wir wollen nun die Verfeindungen stoppen – keine leichte Aufgabe, denn dafür müssen Opfer gebracht werden. Hier kannst Du nun Dein Können als Killer und Krieger unter Beweis stellen und in einer riesigen Welt völlig frei entscheiden, welchen Weg Du einschlagen willst. Allerdings seien Gelegenheitsgamer gewarnt, Assassin’s Creed ist kein Spiel für schnell zwischendurch, hier ist doch einiges an Vorausplanung, Erkundung und taktischem Vorgehen nötig, um die Missionen zu meistern.
Story
Altair – Krieger und Assassine
Schauplatz ist das Jahr 1191 n.Chr. Der dritte Kreuzzug verwüstet das heilige Land. Ihr übernehmt die Rolle von Altair, der versucht, die Verfeindungen zu stoppen, indem er beide Seiten unter Druck setzt. Er ist ein Mitglied der Assassinen, deren Orden sich gegen die machstrebenden Persönlichkeiten wendet. Ihr seid somit ein Killer und Krieger, der sich im Verborgenen aufhält und für seine Unbarmherzigkeit gefürchtet ist. Seine Aktionen können die direkte Umgebung ins Chaos stürzen und seine Existenz hat Einfluss auf die Ereignisse während dieses zentralen Zeitpunktes in der Geschichte.
Natürlich kann man als Berufskiller nicht einfach schnell in eine Burg eindringen, den König umbringen und ist dann gleich wieder weg – so einfach geht es nicht, auch wenn es vom Prinzip her so abläuft. Bevor wir loslegen, müssen wir erst einmal erkundschaften, nur so werden wir eine Chance haben, die Missionen zu überleben. Es gibt meist sehr hohe Gebäude, die wir einfach erklimmen können und von wo aus man einen blendenden Überblick über die Stadt hat. Zudem gibt es eine hilfreiche Übersichtskarte mit allen Wegen und Straßen sowie wichtigen Dingen. Die Schlüsselfiguren sind ebenfalls auf der Karte eingetragen, so dass wir sie finden. Doch aufgepasst, diese geben euch meist die Informationen nicht freiwillig heraus, vielmehr muss man diese noch ein wenig bearbeiten, bis es soweit ist. Bearbeiten heißt, ihr lockt sie in eine dunkle, unbeobachtete Ecke und prügelt sie, bis sie euch die Informationen geben. Wer es lieber friedlicher mag, der versucht, den Informanten zu folgen und ihre Gespräche zu belauschen, auch das ist möglich. Ab und zu müssen wir auch kleinere Parcours auf den hohen Dächern rennen, um die Infos zu erhalten. Die Interaktion mit den Bewohnern ist sowieso unglaublich groß. So könnt ihr diese auch beklauen – zuweilen müsst ihr dies – und dann sich auch noch unbemerkt aus dem Staub machen.
Die Steuerung ist zwar recht komplex, aber wunderbar ausgefallen. Wer das Tutorial erst einmal gespielt hat, der ist mit den wichtigsten Bewegungen vertraut und wird keine Probleme mehr haben, sich hier seinen Wünschen entsprechend bewegen zu können. Die Buttons sind logisch angeordnet, so dass man mit beiden Händen oder Füßen zuschlagen kann. Recht cool – je nach Situation ändert sich die Tastenbelegung, d.h. man kann andere Dinge ausführen. Mag kompliziert klingen, ist es aber nicht. Gesteuert wird mit dem linken Stick, mit dem rechten bedienen wir die Kamera. Von der Ego-Perspektive können wir besonders unsere Zielpersonen, die farblich gekennzeichnet sind, gut erkennen. Sobald wir alle relevanten Informationen haben, kann es ans Eingemachte gehen.
Jetzt suchen wir die Zielperson auf, die umgebracht werden soll. Hier wird uns eine wirklich große Freiheit gelassen, wie wir die Person erreichen wollen, ob über Dächer, ganz normal mit “sich-unter-andere-Dorfbewohner-mischen” oder aber unbemerkt von einer dunklen Ecke zur nächsten. Was man nicht machen sollte, den offenen Kampf suchen, denn wir mögen zwar ein Experte als Profikiller sein, als Krieger werden wir es jedoch auf Dauer schwer haben. Gut ist immer, sich unterwegs mit weiteren Gruppen anzufreunden, die uns dann im Kampf zur Hand gehen.
Apropos kämpfen, der Kampf ist recht taktisch ausgefallen, schnelles Hack’n Slay ist hier nicht drin. Mit der Schultertaste gehen wir in den Kampfmodus und können sodann die Gegner greifen oder sie mit dem Schwert angreifen, Timing ist hier alles, wer nicht das richtige Timing hat, wird gnadenlos zu Boden gehen.
Neben der eigentlichen Mission gibt es aber noch viel weiteres zu tun. Die Umgebung ist riesig groß und wir können uns mit den NPC’s, die sehr lebhaft wirken, beschäftigen. Wir können ihnen helfen, sie anrempeln, verprügeln, beklauen oder beschenken. Es liegt einzig in unserer Hand, logischerweise wird sich unsere Handlung irgendwann auf uns auswirken, negativ oder positiv, so dass man uns möglicherweise bei Wachen verpfeift oder aber uns weiterhilft.
Tolle Umsetzung
Die Optik von Assassin’s Creed weiß vom ersten Augenblick an zu gefallen. Denn es bewegt sich derart viel, dass man wirklich das Gefühl hat, alles um einen herum scheint ein Eigenleben zu haben. Die Umgebung wirkt ebenfalls grandios und die Gebäude sind unglaublich detailliert ausgefallen. Wer sich von der enormen Weitsicht überzeugen möchte, sollte ein hohes Gebäude erklimmen. Einige kleinere Pop Ups machen sich hie und da bemerkbar, stören aber nicht weiter. Die Animationen der Bewohner und Gegner wirken sehr vielseitig und wunderbar flüssig. Auch in Punkto Sound weiß das Game zu gefallen. Die deutsche Synchrofassung ist toll ausgefallen und den Personen wurde wirklich viel Leben eingehaucht. Auch die Umgebung ist sehr vielseitig, ob das Plaudern der Bewohner, das Meckern einer Bettlerin oder das Flüstern eines Informanten, alles wirkt sehr authentisch. Musik gibt es ebenfalls ab und zu, diese setzt jeweils die richtigen Akzente in brenzligen Situationen.
Fazit
Assassin’s Creed ist ein Spitzentitel. Ubisoft hat einmal mehr eindrücklich gezeigt, wie ein Next-Generation-Spiel sein muss, welches auf den “alten” Konsolen wohl kaum in dieser Form umsetzbar gewesen wäre. Das Spiel ist unglaublich groß und die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, besonders dank der lebhaften Umwelt, die ihr beeinflussen könnt, zu euren Gunsten oder aber Ungunsten. Die Steuerung ist großartig ausgefallen, so dass es auch hier nichts auszusetzen gibt. Dennoch, eigentlich ein Must Have und einer der besten Titel in diesem Jahr zugleich!
Grafik (HDTV) 8.7/10
Detaillierte Umgebungen. Einige kleinere Pop Ups. Tolle Licht- und Schattenspiele. Die Animationen der Bewohner und Gegner wirken sehr vielseitig und wunderbar flüssig.
Sound 9/10
Der Sound trägt viel zu dichten Atmosphäre des Spiels bei.
Steuerung 9/10
Nach kurzer Einarbeitungszeit geht die Steuerung locker von der Hand.
Motivation/Langzeitmotivation 8.5/10
Leider ist die Abwechslung in der Kampagne nicht so groß, da die Aufträge immer auf die gleiche Weise ablaufen, dennoch seit ihr stets zum Weiterspielen motiviert um die Geschichte um Altair zu lüften. Nach dem Durchspielen der Kampagne habt ihr die Möglichkeit alle Side-Quests noch zu erfüllen. Stundenlanger Spielspaß ist somit garantiert.
Schlussbewertung 8.9/10
Assassin’s Creed bietet neben der tollen Grafik und der lebhaften Umwelt, dem überzeugenden Sound eine spannende Solo-Kampagne. Wer sich damit anfreunden kann, langsam vorzugehen und erst die Umgebung zu erkundschaften, um die Missionen zu überleben, dem bietet Assassin’s Creed alles was ein Spitzentitel braucht. Der Titel ist ein Must Have und sichert sich somit den XBOX Swiss Kauftipp.
Review by nebula, thanks to Ubisoft











Danke Robin für den Artikel. Hab AC ja selber auf der PS3 gespielt und LIEBE dieses Spiel. Warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung.