Laras Ur-Ahne ist ein Mann!
Nachdem mit Guardian of Lights alte Spielprinzipien ausgebuddelt werden, haben wir von der New Tribune auch ein bisschen gegraben und sind auf eine erstaunliche Entdeckung gestoßen: Laras Ur-Ahne ist ein Mann!

Und er ist Dangerous, Rick Dangerous, genauer gesagt – der den um die Mittdreißigern noch gut bekannt sein mag, aus dem gleichnamigen Jump’n Run Game von 1989. Unsere gute alte Software-Schmiede Core Design hatte Rick damals entwickelt und war damit äußerst erfolgreich, auch wenn das teils nervige auf Trial-and-Error basierende Spielprinzip nicht nur Freunde fand.
Für alle, die Erinnerungen auffrischen wollen, oder keine Ahnung haben, wovon ich rede oder einfach noch nicht von der Flash-Umsetzung wissen und nun den Startschuß zu stundenlanger Gaming-Nostalgie hören: Hier ist der Link mit dem man alles nochmal durchspielen kann:
Rick Dangerous im Flash-Gewand – Eine sehr gelungene Umsetzung mit authentischem Look and Feel, wie ich finde. Und wer gar nicht abwarten kann, guckt sich mal das Youtube-Video an:
Doch was hat das mit unserer Lara zu tun?
Sehr viel, denn Tomb Raider war quasi Core Designs nächster Wurf als erstes 3.-Person-Game in 3D überhaupt. Jemand (Toby Gard) hatte dann die Idee, ganz frech Macho-Muskeln mit Frauen-Oberweite zu ersetzten, was Mitte der Neunziger, der Video-3D-Steinzeit, absolut neu und risikobehaftet war. Als erste Tat kickte nun das Kurvenwunder Lara den Indiana Jones-Verschnitt Rick vom Spiele-Thron. Der Rest ist Geschichte. Das Risiko zahlte sich aus. Denn mit Lara wurde nicht nur die einflussreichste weibliche Computer-Ikone geschaffen und nebenbei eine kleine Spiele-Revolution der Geschlechter ausgelöst, sondern vor allem kräftig Geld verdient.
Aber Rick ist nicht so tot wie man meinen möchte. Nicht nur durch Flash und unzählige weitere Clone wird er am Leben erhalten, sondern auch auf ganz neuen Spiele-Plattformen feierte er eine beindruckende Auferstehung.
iPhone-Rick: klassische und erweiterte Grafik
Sommer letzten Jahres wurde Rick Dangerous für’s iPhone und sogar für die Wii veröffentlicht und man hat ihm obendrein eine aufgepeppte Grafik spendiert. Ich spiele nun die iPhone-Version, ganze 1 Pfund 59 Pence habe ich es mich kosten lassen. Da gibt es für unverbesserliche Nostalgiker auch weiterhin den Klassik-Modus mit der Grafik, wie wir sie alle kennen.
Wenn das kein gefundenes Fressen ist, die verbleibenden Monate Warten auf die neu-alte Lara zu verkürzen? (Was insofern ironisch amüsant ist, weil Guardian Of Lights ja eigentlich nur das Warten auf das “echte” Tomb Raider 9 ist, Square Enix’ Gewinnmaximierung des Lara-Franchises.) Zeit wird man jedenfalls brauchen, zumindest für Ricks iPhone-Auferstehung. Trotz reizender Grafik ist die Steuerung auf dem Touchscreen nicht 1A umgesetzt, so dass zu der Trial-and-Error Herausforderung noch die der Patschefinger kommt.
Macht aber alles nichts, denn den putzigen Schrei, den Rick und Gegner beim Verscheiden ausstoßen, kann man nicht oft genug hören: Wuahhh!







Ich kenn den! Ich kenn den!
Ach, das waren noch Zeiten als man Spiele auf Disketten mit allen Amiga-Gleichgesinnten im Freundeskreis teilte.