Lost Review (Xbox360 Version)


Ubisoft hat das erste offizielle Videospiel zur TV-Serie LOST für Xbox360, PS3 und den PC auf den Markt gebracht. Mir stand die 360-Fassung zur Verfügung, inhaltlich dürften die Versionen aber ohnehin gleich sein. Bei der Umsetzung einer TV-Serie stellen sich natürlich immer die Fragen: Wo setzt die Story des Spiels an? Was wird vorausgesetzt? Klar ist jedenfalls, dass ihr im Großen und Ganzen die Geschichte der ersten drei LOST-Staffeln kennen solltet.

Eine weitere und wichtige Frage für alle LOST-Fans: Welchen Charakter darf ich denn nun selbst über die Insel steuern? Jack, Kate, Locke, Ben, Hurley oder doch Sawyer? Die Lösung ist einfach. Keinen. Du übernimmst die Kontrolle von Elliot und steuerst ihn aus der Vogelperspektive. Viel weiß man nicht über Elliot, außer dass er 36 Jahre jung ist und als Foto-Journalist arbeitet. Leider hat Elliot nach der unsanften Landung des Fluges 815 auf der Insel so ziemlich alles vergessen. Und nun wird einem schnell klar, um was es in diesem Spiel geht, genau – mehr über Elliot herauszufinden.

Ganz am Anfang des Spiels kommst du irgendwo im Dschungel zu dir und du musst den Weg zu den anderen Überlebenden finden. Um dies zu schaffen, verfolge einfach den Hund, der dich direkt zur Unfallstelle bringt. Zwischen den Wrackteilen findest du sämtliche Hauptcharaktere der LOST-Serie. Nach ein paar Gesprächen, die im ganzen Spiel eine wesentliche Rolle spielen, gibt’s dann auch die nächste Aufgabe: Aus dem Wrack läuft Kerosin aus, da sollte man rasch handeln, um Böses zu verhindern. Hier musst du dann einen defekten Schaltkreis wieder funktionsfähig machen, präsentiert als Minispiel. Solche Minispiele kommen im Verlauf des Games noch öfters vor und machen auch ziemlich Spass. Nach ca. 25 Minuten hat man dann auch den ersten Teil schon durch. Im Dschungel selbst gibt es ebenfalls jede Menge Dinge zu finden: Papayas, Wasserflaschen oder Kokosnüsse. All diese Dinge lassen sich im Spiel gegen nützliche Dinge tauschen: Fackeln oder Munition.

Die Insel wäre ja wirklich groß ausgefallen, leider kann man sie nur bedingt erkunden. Immer wieder stößt man mit Elliot an die Grenzen. Leider ist es auch nicht möglich über ein Hindernis zu springen. Nur ein kleines Beispiel. Im Verlauf des Spiels musst du an einem Typen vorbei in den Dschungel und man glaubt es kaum, es gibt nur diesen einen Pfad. lachend
Dank der GRAW 2-Engine sieht der Urwald wirklich toll aus. Wenn Elliot einen Ast berührt, biegt sich dieser sanft zur Seite. Die Sonnenstrahlen brechen durch die dichten Baumkronen. Die Licht- und Schattenspiele hinterlassen einen sehr realistischen Eindruck. Ergänzt wird das Spiel zusätzlich mit vielen Videosequenzen, die die Geschichte weiterführen.

Fazit
Der niedrige Schwierigkeitsgrad und der lineare Spielverlauf machen aus “LOST-The Game” leider nur ein Durchschnittsspiel, bei welchem vor allem der Name zieht. Die Optik präsentiert sich zeitgemäss und die Geschichte kann LOST Fans sicher an den TV fesseln. Leider kommt das Game nicht an den Grusel-Faktor der Orginal TV Serie heran, alles in allem aber ist LOST ein spannender Titel.

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2 Antworten zu “Lost Review (Xbox360 Version)”

12 05 2008
seemeister (21:34:54) :

Toller Artikel – man bekommt richtig Lust auf eine NG Konsole. ;)

16 05 2008
agnes (15:47:49) :

Hmm, ich fand das Spiel zum Teil recht gruselig, aber vielleicht bin ich zu sensibel ;)
tschüss
agnes

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