Wie im ersten Teil meines Artikels angekündigt, wollte ich mich mit dem argumentativen K.O. bei den Betrachtungen zur Bedeutung des Begriffes “Hardcore-Spieler” nicht abfinden, sondern mich von einer anderen Seite an das Thema sozusagen anschleichen. Nämlich von der spielerischen Seite. Und wir sprechen hier nicht von irgendeinem Spiel, sondern von Tomb Raider, vornehmlich von Tomb Raider Custom-Leveln.
Das könnte insofern ein (wenn auch subjektiver) Ansatz sein, da es auch in den Foren noch Leute geben soll, die einfach nur gerne Level spielen, mehr oder weniger regelmäßig, mehr oder weniger exzessiv, mehr oder weniger, um im Bild bzw. beim Thema zu bleiben, “hardcore” (siehe im ersten Teil des Artikels). Unter diesen Leuten, möchte ich nun mal ganz dreist behaupten, wird es wohl ein paar Zockerinnen und Zocker geben, denen die Frage, ob sie sich selbst als “Hardcore-Spieler” sehen oder nicht, reichlich suspekt erscheinen könnte. Den Höflicheren wird eine solche Frage allenfalls ein mitleidiges Schulterzucken entlocken, den anderen vielleicht eher die Geste des demonstrativ gen Himmel gestreckten Mittelfingers (und die sich dann bereits als die etwas weniger Höflichen ausweisen).
Nein, ich werde diesmal keine willkürliche Auswahl unter Forumsmitgliedern vornehmen und mit Fragen nerven. Stattdessen werde ich mir selbst die Antworten geben auf Fragen, die explizit gar nicht gestellt worden sind. Und erweise mich bei der Gelegenheit gleich noch als durchaus lernfähiger Staatsbürger – denn unsere Regierung mitsamt ihren Experten praktiziert dieses Verfahren Tag für Tag anschaulich vor. Nein, aber nein auch, immer diese Abschweifungen!
Zur Sache: Als jemand, der vor über 10 Jahren zu Tomb Raider kam, TR 1 bis 6 zum Teil mehrmals gespielt hat, in rund 4 Jahren etwa 500 Custom-Level spielte (und fast 400 davon reviewte), würde ich mich selbst als so etwas wie einen (temporär chronischen) Gelegenheitsspieler bezeichnen. Als einen, für den Atmosphäre, Rätsel und Originalität deutlich im Vordergrund stehen, doch kleinen Auflockerungsübungen in Form von Herausforderungen aller Art (dem Salz in der Suppe!) sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Demnach sind im Folgenden, wenn von Herausforderungen die Rede ist, ausschließlich schwierige Zeitaufgaben und Sprungkombinationen gemeint – und eben keine Rätsel oder Gegner; und auch keine Fallen bzw. nur dann, wenn sie mit Sprüngen oder Zeitaufgaben kombiniert auftreten. Um Missverständnissen vorzubeugen, bitte ich dies zu beachten.
(weiterlesen…)